Header Image Lexikon 1

Die zentrale Definition von Benchmarking (nach Robert C. Camp): „Benchmarking ist die Suche nach Lösungen, die auf den besten Methoden und Verfahren der Industrie, den best practices, basieren und ein Unternehmen zu Spitzenleistungen führen.“

Für Unternehmen kann Benchmarking damit als ein Weg des Lernens von anderen Unternehmen verstanden werden. Primär ist es dazu nötig, durch den Vergleich mit anderen Organisationen, Funktionen oder Prozessen mitunter unabhängig von Branche, Größe und Land, bessere Methoden und Praktiken (Best Practices) zu identifizieren, zu verstehen und im eigenen Unternehmen zu adaptieren. Voraussetzung hierfür ist, in detaillierten Untersuchungen, zunächst die strukturellen Ursachen für das unterschiedliche Abschneiden verschiedener Unternehmen herauszuarbeiten, um den oft zitierten „Vergleich von Äpfeln mit Birnen“ zu vermeiden. Erst im nächsten Schritt können die vom Management beeinflussbaren Treiberfaktoren ermittelt werden, die zu einer Verbesserung der Leistungen beitragen.

Benchmarking im Überblick:

  • objektive, vergleichende Bewertung von organisatorischen Strukturen, Kosten, Technologien und Leistungskennwerten mit Hilfe von Indikatoren, die sich aus der direkten Analyse von Daten und Informationen einer repräsentativen Gruppe von ähnlichen oder konkurrierenden Betrieben ergeben.

  • methodische Vorgehensweise zur Verbesserung der Wettbewerbssituation im Hinblick auf die Faktoren Kosten, Leistung, Kundenzufriedenheit und Zeit

  • Anhaltspunkte für die Optimierung von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen

  • Ziel: „Der Beste der Besten“ werden (benchmarks, engl. = Höhenmarken

Benchmarking-Anwendung in der Logistik

  • Messgrößen: Auftragsabwicklung/ Distribution/ Produktion/ Lagerhaltung

  • Messgrößen beim Faktor Distribution:

    • Lieferzeit

    • Lieferzuverlässigkeit

    • Fehlerhäufigkeit

    • Schäden pro Tonne

    • Transportkosten pro Tonne

    • Lagerkosten pro Tonne

    • Auslastung je Transportmittel

    • Schwankungstoleranz

    • Tonnage/ Mitarbeiter

Messgrößen beim Faktor Auftragsabwicklung:

  • Gutschriftenanteil

  • Erfassungszeit/ Auftrag

  • Auskunftsbereitschaft

  • Abwicklungskosten pro Auftrag

  • DV-Kosten pro Umsatz

  • Rückwarenkosten pro Umsatz

  • Durchlaufzeit

  • Aufträge pro Mitarbeiter