Header Image Lexikon 1

Cross-Docking (nach Vahlen) ist ein Konzept zur effizienten Abwicklung von Umschlagvorgängen in Distributionszentren.

Ziel ist es, durch eine enge informatorische Verknüpfung zwischen Versender und Empfänger schon am Versandort eine zeit- und bedarfsgenaue, empfängerspezifische Kommissionierung vorzunehmen, die es ermöglicht, Sendungen ohne weitere Manipulationen vom Wareneingang direkt in den Warenausgang weiterzuleiten (cross docking). Durch Cross-Docking entfallen physische Einlagerungs- oder Auslagerungsprozesse sowie eine Verbuchung der Lagerbewegung im Distributionszentrum.

Cross-Docking (nach Gabler): Auf Grund der mit aktuellen Supply Chain Management und ECR-Ideen verbundenen Veränderungen der Auftragsgrößen und damit der Logistikobjekte in der Handelslogistik, bekommen die logistischen Knoten in den Distributionssystemen der Konsumgüterwirtschaft und des Handels neue Ausrichtungen. Zu den klassischen, auf Großlieferungen ausgelegten Aufgaben Bestandsmanagement, Lagerhaltung und Kommissionierung kommen verstärkt die aus der Dienstleistungswirtschaft bekannten Umschlagsprozesse für Klein- und Kleinstsendungen hinzu.

Die Summe der anfallenden Umschlagsprozesse und deren Varianten wird unter dem Schlagwort Cross-Docking oder Transshipment zusammengefasst. Als Hauptunterscheidungskriterien zu der traditionellen Funktion der Distributionszentren wird dabei der Umschlag von Sendungen – zumeist Fertiggüter auf Paletten – unter Umgehung der Lagerhaltung angeführt (Kernidee des Cross-Docking). Die Spannweite des Cross-Docking-Begriffs reicht vom „Aufbrechen“ von Ganzladungen in Einzelpaletten bis hin zur „Kommissionierung“ von Waren auf Basis von Verpackungseinheiten.

Allen Verständnissen gemeinsam ist die Beschleunigung des Durchflusses und die Vermeidung von Lagerkontakten. Die dahinter stehende Idee ist die Neuorganisation der Versorgungskette Markenartikelhersteller – Handel: Die Bestellungen der Handelsoutlets werden konsolidiert, bis Ganzladungen (LKW oder Bahn) erreicht sind. Diese Ganzladungen werden dann auf die Cross-Docking-Station oder den Transshipment-Punkt bezogen. Dort erfolgt in einer zweiten Stufe die Aufbrechung der Gesamtladung auf die Bedarfe des einzelnen Empfängers (Handelsoutlets).