Header Image Lexikon 1

Die Distributionslogistik beschäftigt sich mit der Planung, Organisation und Durchführung von Prozessen der Warenverteilung zur jeweils nachgelagerten Wirtschaftsstufe bzw. zum Endverbraucher.

Distributionslogistik beginnt in der Regel mit dem Abschluss der Produktion und endet mit der Bereitstellung der Güter beim Letztverbraucher oder –nutzer. Die Maßstäbe zur Durchführung der Distribution werden von dem zu definierenden Lieferservice gesetzt. Kriterium der Wirtschaftlichkeit der Distribution ist dabei die kostengünstige Überbrückung von Raum und Zeit.

Die Distributionslogistik umfasst die Subsysteme Auftragsabwicklung, Lagerhaltung, Kommissionierung, Verpackung und Bereitstellung sowie den Transport. Das Element Lagerhaltung bildet die zentrale Säule, das Element Transport die wichtigste dynamische Komponente der Distributionslogistik.

Distributionslogistik ist auch immer Teil des Managements von Kundenbeziehungen, dessen Aufgabe es ist, dass ein Empfangspunkt gemäß seines Bedarfs zeitgerecht von einem Lieferpunkt aus mit den richtigen Gütern, im geforderten Zustand und einwandfreier Qualität zu den für das bestimmte Serviceniveau minimalen Kosten beliefert wird. Die Erbringung einer entsprechenden Leistung definiert die Effizienz der logistischen

Prozesse. Die Logistikstrategie definiert distributionslogistische Prozesse heutzutage allerdings nicht mehr als einstufige Punkt zu Punkt Beziehungen sondern beschreibt Lagerstandorte, Transportstrecken, Abgangs-, Umschlags- und Empfangspunkte als Netzwerk im Sinne einer ganzheitlichen Supply Chain.

Ziel der Distributionslogistik:

Ziel der Distributionslogistik ist die nachfragegerechte Güterversorgung des Marktes zu minimalen Logistikkosten, bezogen auf den angebotenen Lieferservice. Elemente des Lieferservices sind Lieferzeit, Lieferzuverlässigkeit, Lieferbereitschaft, Lieferbeschaffenheit oder –qualität und Liefermodalitäten. Der Lieferservice definiert auch die Informationsbereitschaft und Entsorgungsfähigkeit im Distributionsprozess. Die Prozessleistung eines Distributionssystems wird also durch den Lieferservice bestimmt und kann als logistische Leistungsfähigkeit gemessen werden.