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EAN 128 ist die frühere Bezeichnung für die heutige GS1-128. Bis 2009 hieß der Standard UCC/EAN 128.

Es handelt sich beim EAN 128 um ein bei Konsumgütern an Waren oder Versandeinheiten angebrachten Aufklebezettel, der zur Identifizierung dient. Er enthält Informationen, durch welche die in einem geschlossenen Warenwirtschaftssystem bewegte Ware verfolgt und effizienter gesteuert werden kann. Im Wesentlichen enthält das EAN-128-Etikett die folgenden Informationen:

  1. Die Europäische Artikelnummer, eine einheitliche, inzwischen auch außerhalb Europas (USA, Japan) anerkannte und verwendete Artikelnummerierung, die in Deutschland von der Centrale für Coorganisation vergeben wird. Sie enthält 13, in ihrer Kurzform acht Stellen. Aus der EAN lassen sich Herkunftsland, Hersteller und Artikel der Ware ableiten.

  2. Die Nummer der Versandeinheit (NVE), im international vorgegebenen Standard Serial Shipping Container Code (SSCC) genannt, ist eine Nummerierung, mit der jede abgeschlossene und manipulierbare Sendungseinheit versehen wird. Diese kann auch aus mehreren Produkten bestehen. Mit der NVE ist sichergestellt, das jede Versandeinheit eine einmalige Nummer hat, so dass es bei der Bewegung durch logistische Systeme zu keinen Verwechslungen kommen kann. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den beschleunigten Transport und Umschlag auch in grenzüberschreitenden Logistikketten.

  3. Die Stammdaten, die zu dem Produkt gehören, wie Produktname, Hersteller, Herstellerartikelnummer, Produktions- und Verpackungsinformation, Haltbarkeitsdatum u.ä.

Auf dem Etikett der EAN 128 sind die Informationen in menschen- und maschinenlesbarer (Barcode) Form angebracht. Das erlaubt, an den Schnittstellen der Logistikkette die Daten über ein Barcodelesegerät (Scanning) direkt in das Informations- und Kommunikationssystem einzugeben, so dass die Informationen unmittelbar zur Steuerung genutzt werden können.