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Fehlmengen entstehen, wenn ein vorhandener Bedarf an Gütern oder Dienstleistungen nicht gedeckt werden kann. Sie können sowohl im Produktions- als auch im Absatzsektor auftreten.

Konsequenzen einer Fehlmenge:

  • der Kunde nimmt eine Verzögerung der Nachfragebefriedigung, ggf. in Verbindung mit einem Preisnachlass o.ä. in Kauf (Back-order-Fall)

  • da der Kunde nicht termingerecht beliefert werden kann, geht sein Auftrag verloren (Lost-sales-Fall); die Nachfragebefriedigung des Kunden erfolgt z.B. bei der Konkurrenz durch substitutive Güter

  • Fehlmengen können auch Auswirkungen auf das zukünftige Kundenverhalten haben; nicht nur der aktuelle Auftrag, auch zukünftige Nachfrage geht verloren (Lost-customer-Fall)

Wird eine drohende Fehlmengensituation rechtzeitig erkannt, so kann die Nachfrage eventuell durch außerplanmäßige Sonderaktionen (z.B. Eilnachbestellung der Güter, Substitution durch höherwertige Güter) in der Zeit bedient werden. In diesem Fall liegt keine reale, sondern eine potentielle Fehlmenge vor.