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KEP ist eine verallgemeinernde Bezeichnung für Verkehrsbetriebe der Branche der Kurierdienste, Expressdienste und Paketdienste. Diese Anbieter transportieren vornehmlich Sendungen mit relativ geringem Gewicht und Volumen, wie z.B. Drucksachen und Dokumente, Päckchen und Kleinstückgüter.

Dabei sind insbesondere im Expressbereich die Grenzen fließend. Größere, terminkritische Sendungen werden eher dem allgemeinen Stückgutverkehr zugeordnet. Von diesem unterscheidet sich der KEP-Markt vor allem durch eine geringere durchschnittliche Sendungsgröße und/ oder die kürzeren, oft garantierten Laufzeiten. Er ist wegen der nötigen Infrastruktur (Depots, Air Hubs) und Technik (Sortieranlagen, Sendungsverfolgung) zugleich kapitalintensiver. Kleinere Sendungen gehören in den Bereich der Post- und Mail-Logistik. Von einigen Experten wird das „KEP“-Kürzel allerdings heute auch als Markt für „Kurier-, Express- und Postdienste“ definiert, womit dann Briefpost und Maillogistik einbezogen sind. Schließlich gibt es auch zunehmende Überschneidungen zu den Märkten der Kontraktlogistik und Fulfillment Dienstleistungen, denen sich die großen KEP-Anbieter vermehrt zuwenden.

Durch branchenübliche Restriktionen bezüglich der Vielfalt und Maße akzeptierter Güter wird eine hohe Standardisierung bzw. Unifizierung der Güter und Prozesse in den KEP-Märkten erreicht. Der Umschlag bzw. die Sortierung der Transportobjekte ist damit in erhöhtem Maße zu automatisieren. Die größten KEP-Anbieter decken mit eigenen Flugzeug- und LKW-Flotten sowie eigenen Umschlagterminals alle Stufen der Wertschöpfung weitgehend selbst ab. Während die zeitsensibelsten Güter ab einer Entfernung von mehr als 500km überwiegend als Luftfracht transportiert werden, verbleiben weniger zeitsensible Sendungen meist im Straßennetzwerk.