Header Image Lexikon 1

Nach Gabler  ist das Kommissioniersystem ein technisches und organisatorisches Gesamtsystem zur Kommissionierung, d.h. zur Zusammenstellung von Waren nach vorgegebenen Aufträgen aus einem Gesamtsortiment.

Eine Kommissionierung wird stets durch einen Auftrag ausgelöst, der eine Anforderung von Waren durch interne Kunden (z.B. der Produktion) oder externe Kunden (z.B. des Handels) eines Unternehmens darstellt. Die durch einen Auftrag angeforderten Waren sind eine Teilmenge des Sortiments eines Unternehmens. Es sind verschiedene Varianten von Kommissioniersystemen bekannt, die sich hinsichtlich der technischen bzw. organisatorischen Teilsysteme unterscheiden. Die spezifischen Ausprägungen der verschiedenen Varianten können mit Hilfe eines morphologischen (analytische Zerlegung in Teilsysteme) Ansatzes beschrieben werden. Um die für ein Unternehmen optimale Variante eines Kommissioniersystems auswählen zu können, müssen sowohl allgemeine als auch unternehmensspezifische Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Die systematische Auswahl der optimalen Variante erfolgt unter anderem anhand von Kosten- und Nutzenwertanalyse und lässt sich in Form eines standardisierten Planungsablaufs beschreiben.

Definition nach Vahlen: Innerhalb der Logistikkette kommt der Zusammenstellung von Fertigungs- und Kundenaufträgen, der sogenannten Kommissionierung, eine zentrale Bedeutung zu. Der Kommissioniervorgang stellt stets die personalintensivste und kostenkritischste Teiloperation dar, da er, im Gegensatz zu den übrigen logistischen Abläufen, nur unter erheblichem Aufwand zu automatisieren ist. Der Mensch übernimmt innerhalb des Kommissionierprozesses nach wie vor die Rolle des beherrschenden Elementes mit all seinen Stärken (Flexibilität, Greiffähigkeit, Wahrnehmung etc.) und Schwächen (Fehleranfälligkeit, Geschwindigkeit, Verfügbarkeit etc.).