Header Image Lexikon 1

Ein Konsignationslager ist das Lager eines Lieferanten, welches sich beim Kunden vor Ort befindet. Oftmals ist das Konsignationslager direkt beim Kunden im Lager integriert. 

Die Ware, die sich im Konsignationslager befindet, gehört solange dem Lieferanten, bis sie entnommen wird. Die Belieferung dieses Lagers wird vom Lieferanten übernommen, wobei er über Lieferzeitpunkt und Menge - im Rahmen der vereinbarten Mindest- und Maximalbestandsmenge - selber entscheiden kann.

Vorteil eines Konsignationslagers für den Kunden ist, dass er nicht unnötig Kapital bindet: die Ware geht erst in seinen Besitz über, wenn er sie aus dem Lager entnimmt. Die Gefahr, lange Lagerzeiten zu haben oder auf Langsamdrehern ganz sitzen zu bleiben, ist damit praktisch ausgeschlossen.

Da die Ware bereits im Lager vorhanden ist und auch die Nachbevorratung nicht in seinen Aufgabenbereich fällt, fallen für den Kunden die Bestellungen und die damit verbundenen Transaktionskosten weg. 

Für den Lieferanten ist das Konsignationslager eine attraktive Möglichkeit, da er eine sehr transaktionsarme und unkomplizierte Liefermethode anbietet und den Kunden damit oftmals dazu veranlasst, langfristige Lieferbeziehungen einzugehen. Konkurrenz ist hier im Normalfall nicht zu fürchten.

Da ein Konsignationslager oft im Lager integriert ist, fallen dem Lieferanten hier keine  Lagerkosten an.

Für ein Konsignationslager sind vor allem schnelldrehende Artikel, bzw. A-Artikel und solche, die von strategischer Bedeutung für den Kunden sind, geeignet.
Weniger geeignet sind Langsamdreher bzw. C-Artikel oder Ware, die neu auf dem Markt ist und sich so noch in der Anlaufphase befindet.
Auch Artikel, die physikalisch viel Platz benötigen, sind in einem Konsignationslager fehl am Platz.