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Die Lagerordnung stellt ein System zur eindeutigen Zuordnung von Lagerungsort und Lagergut bzw. Artikel dar.

Die Lagerordnung umfasst Regeln zur Platzierung der Artikel im Lager. Unterschieden werden:

  • feste (fixe) Lagerordnung: ein bestimmter Artikel oder eine bestimmte Gutart wird stets am gleichen Lagerungsort (Lagerplatz) untergebracht. Dies erleichtert die Übersicht, führt aber zu Lagerkapazitätseinbußen.

  • Variable (freie, chaotische) Lagerordnung: ein bestimmter Artikel wird an einem beliebigen freien Lagerplatz untergebracht. Dieser Platz wird entweder zufällig oder nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Kriterien sind:

  • Die Zuordnung des Artikels zu einer festgelegten Zugriffshäufigkeitszone (Schnellläuferstrategie). Damit sollen die Weg- bzw. Fahrzeiten minimiert werden.

  • Die Zuordnung des Artikels zu Lagergängen, in denen der betreffende Artikel noch nicht vorhanden ist (Querverteilungsstrategie).

Voraussetzung für die Anwendung der variablen Lagerordnung ist eine rechnergestützte Lagerplatzverwaltung. Mittels geeigneter Algorithmen kann dann die Lagerplatzauswahl automatisch vorgenommen werden.

Die Vorteile liegen in einer hohen Auslastung der Lagerkapazität und in der Möglichkeit des Einsatzes von Optimierungsstrategien zur Leistungserhöhung des Lagers (z.B. Doppelspielstrategie).

  • Fix-variable Lagerordnung: Kombination von fester und variabler Lagerordnung. Hierbei werden Artikelsortimente zwar in festgelegten Lagerzonen untergebracht, aber innerhalb der jeweiligen Zone besteht eine freie Platzwahl.