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PPS steht für Produktionsplanungs- und –steuerungssystem: Ausgangspunkt sind Programme zur Stücklistenauflösung, d.h. für deterministische bzw. bedarfsorientierte Disposition.

Durch Ergänzung weiterer Funktionen, z. B. Losgrößenermittlung und Kapazitätsrechnung, entstanden MRP I-Systeme (Material Requirements Planning). Die Integration der Kapazitätsplanung sowie stärkere Modularisierung schufen MRP II-Systeme (Manufacturing Resource Planning), die in den 90er Jahren 95% aller PPS-Systeme stellen.

Um die Anforderungen bezüglich Kundenwünschen, Teilevielfalt, Lieferzeiten und Servicegrad erfüllen zu können, werden die komplexen und unflexiblen PPS-Systeme reorganisiert. So wird z.B. geprüft, welche zentralen PPS-Funktionen noch verwendet werden sollen und wie dezentrale Lösungen mit ihren Schnittstellen unternehmensspezifisch aussehen müssen. Im Vordergrund steht die Reduzierung der Komplexität in der Organisation.

Die Produktionslogistik gewinnt an Bedeutung. Ausgehend von der neu gestalteten Fertigungsorganisation im Rahmen eines Produktionslogistik-Konzeptes wird eine Koordinationsinstanz für den Materialfluss gebildet. Dezentrale Produktionslogistik-Leitsysteme kommen zum Einsatz.