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Die Sendungsverfolgung gibt Informationen über den aktuellen Aufenthaltsort bzw. Abfertigungsstatus von Sendungen.

Dies ist bei vielen Transportprozessen für Versender und/ oder Empfänger bedeutsam. Logistikdienstleister, die die Sendungsabwicklung übernehmen, bieten ihren Kunden die Sendungsverfolgung als zusätzliche Serviceleistung, häufig auf der Basis moderner vernetzter Informations- und Kommunikationssysteme, an. Die Sendungsempfänger sind mit der Sendungsverfolgung in der Lage, in Abhängigkeit vom aktuellen Sendungsstatus, eine verbesserte Planung von Folgeaktivitäten vorzunehmen, die zu Kostensenkungen und/ oder Lieferserviceverbesserungen führen sollen. So können Abnehmerunternehmen, durch die gezielte Berücksichtigung von Unterwegsbeständen in der Logistikkette, die Lagerbestände und damit die Lagerhaltungskosten reduzieren. Auf Basis des EAN-128-Strichcodes wurde die Nummer der Versandeinheit (NVE) entwickelt, mit der Packstücke eindeutig identifiziert und verfolgt werden können. Am weitesten verbreitet und am ausgefeiltesten sind Lösungen zur Sendungsverfolgung bei Paketdienstleistern (KEP-Dienste). Voraussetzung für die Möglichkeit, einzelne Packstücke auf ihrem Transportweg automatisch zu identifizieren, ist das Anbringen von maschinenlesbaren Etiketten auf dem Paket, wie z.B. Barcodes oder Magnetstreifen. Dabei muss die Sendung mit diesem Identifikationsmerkmal bereits sehr früh in das Sendungsverfolgungssystem des Logistikdienstleisters übernommen werden. Dazu kann der Versender über ein EDV-Terminal verfügen, das direkt mit dem Rechner des Logistikdienstleisters über ein Kommunikationsnetz verbunden ist, oder die Sendungen werden bei der Übernahme durch den Logistikdienstleisters selbst erfasst.

Für die Abfrage des Sendungsstatus durch die Versender und Empfänger sind prinzipiell zwei Varianten möglich. Zum einen können die Kunden telefonisch, von einem speziellen Telefonservice des Logistikdienstleisters, direkt Informationen über den Abfertigungsstatus der Sendung erhalten. Zum anderen können sie, wenn sie über eine entsprechende Online-Verbindung verfügen, direkt auf das Auskunftssystem zugreifen, um die Sendungsinformationen selbst abzufragen. Desweitern kann der Logistikdienstleister mit einem solchen System Irrläufer identifizieren und damit die Fehlerrate reduzieren (Tracing). Verfügt der Logistikdienstleister darüber hinaus auch über ein Fahrzeugverfolgungssystem zur Bestimmung des Fahrzeugstandortes, so lässt sich durch Kombination der Sendungs-, Ladungs- und Fahrzeugpositionsdaten jederzeit der genaue Standort der Sendung abfragen.