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Die Virtualisierung bezeichnet ursprünglich die virtuelle Speicherverwaltung in der Informatik und die Trennung von physikalischem und logischem Speicherplatz.

Bei der Virtualisierung werden Ressourcen eines Sekundärspeichers (z.B. Festplatte), je nach Bedarf des Anwenders ohne sein Wissen, als Hauptspeicher verwendet. Das daraus abgeleitete Prinzip der virtuellen Organisation wird heute auf die Produkt- und Organisationsgestaltung angewendet. Virtuelle Produkte werden nach Kundenwunsch (Build-to-order) aus einzelnen Modulen zusammengestellt.

Bei virtuellen Organisationen handelt es sich um einen engen, zeitlich begrenzten Verbund rechtlich selbstständiger Unternehmen, die dem Kunden gegenüber als einheitliches Unternehmen auftreten. Ziel ist es, die Skaleneffekte großer Unternehmen mit der Flexibilität von Kleinunternehmen zu verbinden. Virtuelle Organisationsprinzipien haben sich in Branchen mit ausgeprägtem Wettbewerb bezüglich Zeit und Kosten bewährt (z.B.: Computerindustrie). Eine wesentliche Voraussetzung ist das Vorhandensein einer Informationsplattform (Enterprise-Portal), die Interaktionen zwischen den Teilnehmern umfassend unterstützt.