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Beschaffung (Procurement) kann als Oberbegriff für alle Tätigkeiten verstanden werden, die der Versorgung einer Organisation mit Material, Dienstleistungen, Betriebs- und Arbeitsmitteln aus betriebsexternen Quellen (Güter- und Dienstleistungsmerkmale) und teilweise auch mit Rechten und Informationen dienen.

Als Management von Beschaffung (Supply Chain Management) wird die wirtschaftlich orientierte Planung, Steuerung und Kontrolle dieser Aktivitäten, die auch Fragen der Organisation, der Strategieentwicklung und –umsetzung, der Personalführung und der Gestaltung und des Einsatzes geeigneter Informations- und Kommunikationssysteme umfasst. Der Produktionsfaktor Kapital wird dagegen auf den Finanzmärkten und Mitarbeiter auf den Arbeitsmärkten akquiriert, wobei diese Aufgaben auf Grund ihrer Spezifität von den Verantwortungsbereichen Finanzierung bzw. Personalwirtschaft übernommen werden.

Als oberstes Ziel der Beschaffung kann die Maximierung des Beitrags zur Erreichung der übergeordneten Unternehmensziele (Periodenerfolg, Marktanteile, Größe, Potentialentwicklung etc.) gesehen werden. Damit ist nicht nur die anforderungsgerechte Versorgungssicherung zu geringst möglichen Kosten , sondern auch der

Aufbau von Potenzialen, beispielsweise durch strategische Partnerschaften mit besonders leistungsfähigen Anbietern benötigter Güter und Dienstleistungen oder die systematische Erschließung neuer Beschaffungsmärkte als Ziel der Beschaffung zu formulieren.

In zunehmendem Maße trägt die Beschaffung auf Grund ihres spezifischen Wissens hinsichtlich der vertikal vorgelagerten, überbetrieblichen Wertschöpfungskette und in Bezug auf beschaffungsseitige Prozesse selbst zur konkretisierten Formulierung der obersten und bereichsspezifischen Ziele bei.